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Die vorliegende Dissertation untersucht in einer empirischen Analyse die strategische Interaktion von Tankstellen im Treibstoffeinzelhandel. Die Marktstruktur in diesem Sektor ist dadurch gekennzeichnet, dass es neben einer kleinen Anzahl großer Tankstellenketten eine beträchtliche Zahl an unabhängigen, sogenannten Diskonttankstellen gibt. Mit Hilfe räumlich-ökonometrischer Methoden wird in dieser Arbeit (a) der Einfluss von Diskonttankstellen auf die Preise der Markentankstellen sowie (b) die Auswirkung der räumlichen Verteilung der Tankstellen auf die Preise untersucht. Unabhängige Tankstellen könnten aufgrund niedrigerer Preise den Preiswettbewerb für Markentankstellen verschärfen. Wenn aber die Qualität der Treibstoffe an unabhängigen Tankstellen von den KonsumentInnen als schlechter wahrgenommen wird, könnte eine große Anzahl an Diskonttankstellen in einem lokalen Markt auch bedeuten, dass unter der kleineren Anzahl an Markentankstellen weniger starker Wettbewerb herrscht. Es werden beide Effekte nachgewiesen, wobei letzterer weniger deutlich ausgeprägt ist. Insgesamt wird festgestellt, dass Diskonttankstellen in Summe keinen signifikanten Einfluss auf die Preise von Markentankstellen haben. Es wird weiters untersucht, ob die Preise durch räumliche Differenzierung zu den Konkurrenten und durch räumliche Konzentration von Tankstellen der gleichen Marke beeinflusst werden. Räumliche Differenzierung wird als durchschnittliche Entfernung zu den nächstgelegenen Konkurrenten gemessen, und räumliche Konzentration bedeutet die lokale Häufung von Tankstellen, die zu einer Kette (Marke) gehören. In einer Erweiterung des theoretischen Modells von Salop (1979) wird gezeigt, dass eine größere räumliche Differenzierung und eine verstärkte räumliche Konzentration die Gleichgewichtspreise der Anbieter erhöhen. Die Schlussfolgerungen des theoretischen Modells werden in einer empirischen Analyse großteils bestätigt. (Autorenref.) In an empirical analysis, this dissertation investigates strategic interaction in the retail gasoline sector. This sector is characterized by a small number of large chains controlling many retail outlets, as well as a substantial number of independent gas stations. Using spatial econometric techniques I investigate (a) the influence of independent stations on the prices charged by branded gasoline stations and (b) the impact of the spatial distribution of gas stations on prices. Independent stations could heighten price competition, as they charge significantly lower prices. At the same time, as consumers might consider gasoline sold at unbranded stations to be inferior, they could also reduce price competition for branded stations. I find evidence for both effects, and independents therefore ultimately have only a small influence on the prices charged by branded stations. Furthermore the dissertation investigates whether prices are influenced by the degree of spatial differentiation of the location of rivalling gasoline stations and by spatial concentration (‘spatial clustering’) of gasoline stations of the same chain. Spatial differentiation is measured by the average distance to the nearest rivals, and spatial concentration denotes the size of the spatial clusters of stations that belong to the same chain (brand). In an extension to theoretical models on spatial competition inspired by Salop’s (1979) seminal paper it can be shown, that both spatial differentiation and spatial concentration increase equilibrium prices. The findings of the theoretical part are supported by the empirical analysis. (author's abstract)
Österreich / Tankstelle / Marktverhalten / Kraftstoffpreis / Wettbewerb / Räumliche Verteilung / Ökonometrie / Austria / gas station / market behavior / fuel price / competition / areal allocation / econometrics /
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